Ani mit unserem Mietwagen vor blühender Landschaft in Marokko im Frühling, Roadtrip Naturkulisse

Mietwagen Marokko • Tipps, Verkehrsregeln, Kosten

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Marokko ist einfach ein geniales Roadtrip Land. Und auch wenn uns vor unserer Marokko-Reise einige Nachrichten auf Instagram erreicht haben, die vor chaotischem Stadtverkehr in Marrakesch und Fès, Polizeikontrollen alle paar Kilometer und teils aggressiven Fahrern gewarnt haben, können wir am Ende sagen: Autofahren in Marokko ist deutlich entspannter als befürchtet.
Mit dem richtigen Anbieter, der richtigen Versicherung und ein wenig Vorbereitung ist Marokko per Mietwagen für uns einfach der beste Weg, das Land wirklich kennenzulernen.

Wir haben mehrere Wochen lang Marokko im Mietwagen erkundet, von Marrakesch über den Hohen Atlas bis zur Sahara und der Atlantikküste. Hier teilen wir alle unsere Marokko Mietwagen Tipps & Infos, damit du in deinem Marokko Urlaub entspannt unterwegs bist.

In diesem Beitrag findest du:

  • Unsere persönliche Marokko Mietwagen-Erfahrung inkl. Kosten
  • Welches Auto du für Marokko wirklich brauchst (Spoiler: kein 4×4)
  • Versicherung, Kaution und was CDW, TP & Co. eigentlich bedeuten
  • Autofahren, Navigation, Tanken, Polizeikontrollen und mehr

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📌 Das Wichtigste auf einen Blick

📱Wo buchen? Am besten über ein Vergleichsportal wie Check24* oder billiger-mietwagen.de*
💸 Kosten: ca. 17 €/Tag inkl. Vollkasko (je nach Reisezeit günstiger oder teurer)
🚗 Auto: Kleinwagen reicht für die normale Rundreise – kein 4×4 nötig
🛡️ Versicherung: Vollkasko inkl. Unterbodenschutz und Glasschutz empfohlen
💳 Kaution: Nur mit echter Kreditkarte, keine Debitkarte!
🧭 Navigation: Waze (zeigt Polizeikontrollen), Google Maps, Organic Maps als Offline-Backup

Lohnt sich ein Mietwagen in Marokko?

Jep, auf jeden Fall!

Marokko ist ein Land, das du mit öffentlichen Verkehrsmitteln – insbesondere zwischen den Königsstädten – zwar auch gut bereisen kannst, aber ein Mietwagen bietet dir so viel mehr Flexibilität. Du kommst zu Aussichtspunkten abseits der Touristenpfade, bist für manche Highlights nicht auf eine Tour angewiesen und kannst Pausen machen, wann und wo du willst.

Was uns positiv überrascht hat: Die Infrastruktur ist deutlich besser, als wir erwartet hatten. Die Hauptstraßen zwischen Marrakesch, dem Atlas, der Sahara und Fes sind gut ausgebaut und einfach befahrbar. Klar, Schlaglöcher gibt es einige, besonders am Fahrbahnrand und in kleineren Orten, aber du fährst nicht permanent über Schotterpisten.

Für wen lohnt sich ein Mietwagen besonders?

✅ Wenn du eine längere Rundreise durch Marokko planst
✅ Du nicht nur die großen Städte und bekannten Orte besuchen willst
✅ Du flexibel sein und nicht nach Abfahrtzeiten planen möchtest
✅ Du auch mal eine Unterkunft in der Natur möchtest
✅ Du unterwegs anhalten möchtest (Fotostopps, Aussichten)
✅ Du weniger Lust auf Touren und organisierte Transporte hast

Mietwagen Marokko buchen

Unser Marokko Mietwagen.

Wir haben unseren Marokko Mietwagen über das Vergleichsportal Check24* gebucht und können das uneingeschränkt empfehlen.

Der Anbieter über Check24 war Aurum Cars, der eigentliche Vermieter vor Ort dann Alma Car Hire in Marrakesch, welcher gute Bewertungen hatte. Buchungsabwicklung, Kommunikation und Fahrzeugübergabe liefen absolut reibungslos.

💡 Tipp: Wirf bei der Buchung auf jeden Fall einen Blick auf die Bewertung der lokalen Vermieter und lass dich nicht nur vom Preis leiten. Wir haben bei vielen Anbietern auch weniger gute bis gemischte Erfahrungen gelesen.

Was uns besonders gefreut hat: Wir hatten einen Kleinwagen der Kategorie Kia Picanto gebucht und beim Abholen ein kostenloses Upgrade bekommen. 🙌
Statt des Kleinwagens stand eine Mittelklasse-Limousine mit Automatikgetriebe bereit, nagelneu mit 0 km auf der Uhr. So ein Upgrade ist natürlich nicht garantiert, aber offenbar war diesmal das Glück mit uns.

Noch ein Detail: Bei unserer Check24-Buchung war es zunächst nicht möglich, das Auto in der Stadt abzuholen und am Flughafen zurückzugeben – das lag an den Öffnungszeiten der Stadtstation. Alma Car Hire hat uns aber von sich aus angeboten, die Rückgabe am Flughafen zu organisieren.
Die Kommunikation lief unkompliziert über WhatsApp, ein Mitarbeiter kam direkt zum Flughafen und hat das Auto entgegengenommen. Lediglich 25 € für die Rückgabe außerhalb der regulären Öffnungszeiten sind angefallen – vollkommen fair, wie wir finden.

Am Schalter wurde uns übrigens nichts aufgequatscht. Da wir alles bereits inklusive Versicherungen (dazu unten gleich mehr) über Check24 gebucht hatten, gab es nichts mehr zu „verkaufen“.

Direkt bei der Übergabe hat uns der Mitarbeiter außerdem eine WhatsApp-Nummer gegeben, über die wir uns bei Fragen, Problemen oder einer Panne jederzeit melden konnten.

Wo einen Marokko Mietwagen buchen?

Wir sind große Fans von Vergleichsportalen wie Check24*, weil du dort verschiedene Anbieter inklusive der Versicherungsoptionen direkt vergleichen kannst. Du weißt genau, was im Preis enthalten ist, bevor du buchst, und kannst den Mietwagen üblicherweise bis 24 Stunden vorher kostenlos stornieren.

Als Alternative lohnt sich auch ein Blick auf billiger-mietwagen.de*. Das Prinzip ist das gleiche, nur dass du hier teils andere Anbieter im Portfolio findest. Wir vergleichen meist schnell auf beiden Plattformen.

Wenn du einen guten lokalen Anbieter kennst, kannst du natürlich auch direkt bei ihm buchen. Wir finden Buchungsplattformen jedoch irgendwie praktischer, da Preise und Versicherungen sich übersichtlicher und schneller vergleichen lassen.

Wann buchen?

Wir haben unseren Mietwagen zunächst 4–5 Monate im Voraus gebucht. Einfach weil da unsere Reisedaten feststanden, nicht weil so eine frühe Buchung jetzt unbedingt für Marokko sein muss. Auch kurzfristig findest du noch zahlreiche Angebote.

Die Preise sind nach der ersten Buchung jedoch noch zweimal gesunken. Da Check24 eine kostenlose Stornierung bis 24 Stunden vor Abholung anbietet, haben wir einfach storniert und günstiger neu gebucht.

Also unser Tipp: Früh buchen, um das Fahrzeug zu sichern, aber die Preise bis kurz vor der Reise immer mal wieder checken. Wer das Glück hat, findet oft noch bessere Konditionen.

Was kostet ein Mietwagen in Marokko?

Wir haben auf unserer Marokko Rundreise insgesamt 403,73 € für 24 Tage Mietwagen bezahlt, das entspricht ca. 17 €/Tag – inklusive unbegrenzter Kilometer, einem Zusatzfahrer, fairer Tankregelung, der Rückgabe außerhalb der Öffnungszeiten und Vollkasko inkl. Unterbodenschutz und Glasschutz.

Für das, was alles drin war, fanden wir das absolut fair.
Günstiger wäre möglich gewesen, aber dann ohne vernünftige Versicherung oder bei einem nicht so gut bewerteten Vermieter.
Je nach Reisezeit kann es natürlich deutlich günstiger oder auch teurer werden.

Was typischerweise noch oben draufkommt, wenn es nicht schon inklusive ist:

Kostenpunkt

Was zu erwarten ist

Vollkasko-Aufpreis

je nach Anbieter 5–20 €/Tag

Zweiter Fahrer

oft 5–10 €/Tag oder pauschal

Rückgabe außerhalb Öffnungszeiten

ca. 20–30 €

Kaution (blockiert, wird zurückerstattet)

je nach Anbieter 0–1.500 €

Marokko Mietwagen Tipps • Darauf solltest du achten

Normaler PKW oder 4×4?

Für eine normale Marokko-Rundreise entlang der typischen Touristen-Routen brauchst du keinen 4×4. Ein Kleinwagen oder Kompakter ist völlig ausreichend, sofern du nicht gezielt Offroad-Pisten ins Hinterland oder zu abgelegenen Surf-Spots an der Atlantikküste planst.

Die Hauptstraßen durch Marokko sind asphaltiert und gut befahrbar. Das gilt auch für die Strecke bis nach Merzouga an den Rand der Sahara, die ist komplett geteert. Wir haben das Auto dort einfach am Hotel geparkt und die Wüstentour mit einem anderen Fahrzeug gemacht.

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Was es aber definitiv gibt: Schlaglöcher, besonders abseits der Hauptstrecken und in kleineren Orten. Und gelegentlich kurze Schotterzufahrten zu Aussichtspunkten oder Unterkünften, aber in der Regel nie länger als ein paar hundert Meter.
Mit ein wenig Vorsicht meistert das auch jeder handelsübliche Kleinwagen problemlos. Auch das Atlasgebirge haben wir auf unserer Marokko Route mit einem normalen PKW durchfahren – die Passstraßen sind asphaltiert, eng und kurvenreich, aber nicht unwegsam.

Vollkasko & Versicherung

Normalerweise buchen wir nicht immer den kompletten Versicherungsschutz, gerade da wir über unsere AMEX Platinum auch so einiges an Mietwagenversicherungen inklusive haben. Über Check24 war die vollständige Versicherung jedoch sowieso mit drin: Vollkasko ohne Selbstbeteiligung inklusive Unterbodenschutz und Glasschutz.
Und auch wenn wir nichts davon in Anspruch nehmen mussten, würden wir im Nachhinein für Marokko immer zum kompletten Versicherungspaket raten.

Die Schlaglöcher auf manchen Hauptstraßen sind nicht ohne, gerade am Fahrbahnrand und beim Abbiegen. Dazu kommen kleine, unasphaltierte Straßen innerhalb der Orte, möglicher Steinschlag auf Bergstraßen und vereinzelt Schotterzufahrten zu Riads und Unterkünften. Glas- und Unterbodenschutz machen an diesen Stellen daher definitiv Sinn.

Was bedeuten CDW, TP, SCDW & Co. eigentlich?

Die Versicherungsbegriffe bei der Mietwagenbuchung sind nicht immer selbsterklärend. Hier eine kurze Übersicht:

  • CDW (Collision Damage Waiver)
    Schutz bei Unfallschäden am Fahrzeug – meistens aber mit Selbstbeteiligung
  • Zero Excess / SCDW
    CDW-Erweiterung, die die Selbstbeteiligung auf null reduziert (= Vollkasko ohne SB)
  • TP (Theft Protection)
    Schutz bei Diebstahl des Fahrzeugs oder einzelner Fahrzeugteile
  • Unterbodenschutz
    Schäden am Unterboden – von Basisversicherungen oft ausgeschlossen, in Marokko aber sinnvoll
  • Glasschutz
    Steinschlag, Risse in der Windschutzscheibe – lohnt sich in Marokko unserer Meinung nach auch

Hinweis zu Zusatzversicherungen am Schalter: Wenn du bereits über Check24 oder ein anderes Portal eine vollständige Versicherung inkl. Vollkasko gebucht hast, brauchst du am Schalter nichts mehr dazuzubuchen. Manche Vermieter bieten trotzdem noch eigene Pakete an – in dem Fall kurz prüfen, ob das wirklich notwendig ist oder ob du bereits abgesichert bist. Falls du hingegen ohne Versicherung ankommst und vor Ort etwas abschließen möchtest: Bedingungen genau lesen, besonders auf Selbstbeteiligung, Ausschlüsse (Unterboden, Reifen) und Geltungsbereich achten.

Kaution

Bei der Abholung wird bei den meisten Anbietern eine Kaution blockiert. Das ist für Marokko üblich und lässt sich nicht verhandeln. Je nach Anbieter können dies zwischen 500–1.500 € sein, bei uns waren es 1.000 € Kaution.

💡 Wichtig: Die meisten Mietwagenverleiher akzeptieren ausschließlich eine echte Kreditkarte, welche üblicherweise auch immer auf den Hauptfahrer ausgestellt sein muss. Debitkarten, auch wenn sie ein Visa- oder Mastercard-Logo tragen, und Prepaid-Kreditkarten werden meist nicht akzeptiert.

Wenn du noch keine Reisekreditkarte hast, findest du hier unsere Tipps:

🏅

1️⃣

2️⃣

3️⃣

4️⃣

5️⃣

KARTE

Hanseatic
Genial Card

awa7

Deutschland Kreditkarte
Classic

DKB Debitkarte

C24

Typ

Credit / Debit

Kreditkarte

Kreditkarte

Kreditkarte

Debitkarte
(Kreditkarte
2,49 €/Monat)

Debitkarte

Jahresgebühr

0 €

0 €

0 €

0 €

0 €

in
Fremdwährung bezahlen

kostenlos

kostenlos

kostenlos

kostenlos

kostenlos

im Ausland Bargeld abheben

kostenlos

kostenlos

kostenlos

kostenlos

4x kostenlos pro Monat

Bargeldlimit

500 € am Tag

500 € am Tag

500 € am Tag

1000 € am Tag

2500 € am Tag

Mindestabhebebetrag

50 €

50 €

50 €

50 €

ohne zusätzliches Girokonto

kontaktlos zahlen

Limit

nicht im Guthaben führbar

nicht im Guthaben führbar

nicht im Guthaben führbar

Höhe des Kontostandes

Höhe des Kontostandes

100 % Rückzahlung

per Lastschrift

per Lastschrift

per Lastschrift

automatisch vom Girokonto

automatisch vom Girokonto

Sonstige Vorteile

  • Cashback
  • Cashback
  • Bäume pflanzen
  • Cashback
  • Beantragung auch ohne Wohnsitz in D möglich

Nachteile

  • Teilzahlung voreingestellt
  • kein kostenloses Geldabheben an deutschen Automaten
  • Teilzahlung voreingestellt
  • kein kostenloses Geldabheben an deutschen Automaten
  • Teilzahlung voreingestellt
  • kein kostenloses Geldabheben an deutschen Automaten
  • Konditionen gelten nur als Aktivkunde (unter 28 Jahre oder 700 € Geldeingang im Monat)

Link

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Abholung & Abgabe: So läuft es am Schalter in Marokko

Da wir schon ein paar Tage vorher in Marrakesch verbracht hatten, haben wir unseren Mietwagen bei der Stadtstation abgeholt und konnten ihn am Ende der Reise direkt am Flughafen von Marrakesch wieder abgeben.

Die meisten Autoverleiher in Marokko haben an den internationalen Flughäfen entweder einen eigenen Schalter, bieten einen kostenlosen Transfer zur Station an oder organisieren, dass ein Mitarbeiter dir den Wagen am Terminal übergibt.

Abholung

Bevor du deinen Marokko Mietwagen abholst, denk dran, schon mal alle Dokumente griffbereit zu haben:

✅ Führerschein vom Hauptfahrer und ggf. Zusatzfahrer
✅ Kreditkarte für die Kaution auf den Namen des Hauptfahrers
✅ Mietwagenvoucher

Bevor du das Fahrzeug übernimmst, geh einmal mit dem Mitarbeiter vollständig ums Auto herum und notiere und fotografiere am besten alle Kratzer, Dellen und Schäden, damit du am Ende nicht für Schäden haften musst, die du gar nicht verursacht hast.

Wenn du bei der Übergabe einen Schaden entdeckst, der nicht im Protokoll steht: Lass ihn nachtragen oder dokumentiere ihn zumindest gut, bevor du unterschreibst.
Das gilt natürlich nicht nur für Marokko, sondern eigentlich auf jedem Roadtrip.

Abgabe

Abgabe lief bei uns eigentlich ganz easy. Der Mitarbeiter geht wieder einmal ums Auto, checkt ob neue Schäden dazugekommen sind und ob du wieder vollgetankt hast. Wenn alles gut ist, vermerkt er das auf dem Übergabeprotokoll und fertig. Lass dir aber auf jeden Fall eine Kopie als Bestätigung geben und mach ggf. auch lieber selbst noch mal ein Foto vom Fahrzeugzustand.

Autofahren in Marokko

📌 Marokko Verkehrsregeln auf einen Blick

🏙️ Innerorts: 40–60 km/h (je nach Beschilderung)
🛣️ Außerorts (Landstraße): 60–100 km/h (je nach Beschilderung)
🛤️ Autobahn: 120 km/h
Spritpreise: ca. 1,50 €/Liter Benzin (Stand 03/04.2026)
🚔 Polizeikontrollen: häufig – immer vollständig anhalten, nicht weiterrollen
🅿️ Parken: meist kostenpflichtig, 5–50 Dirham je nach Ort und Dauer
📵 Handy am Steuer: verboten
🍺 Alkohol am Steuer: 0,0 ‰

Stadtverkehr (Marrakesch & Co.)

Marrakesch ist wahrscheinlich die Stadt, die für europäische Verhältnisse am chaotischsten ist. Viel Verkehr, viele Kreisverkehre, auf zwei Fahrbahnen passen auch mal drei bis vier Fahrzeuge nebeneinander. Es wird gehupt, gedrängelt, selten geblinkt und Vorfahrtsregeln sind für das europäische Auge nicht sofort erkennbar.

Wenn du schon mal in südlichen Ländern außerhalb Europas gefahren bist, defensiv fährst und einfach mit dem Flow schwimmst, gewöhnst du dich aber schnell ein. Wer das zum ersten Mal erlebt, fühlt sich vielleicht anfangs etwas überfordert.
Tanger, Fes, Agadir und Essaouira haben wir aber schon deutlich entspannter empfunden.

💡 Tipp: Die Altstädte in Marokko – die Medinas – sind sowieso autofrei und lassen sich am besten zu Fuß erkunden. Lass das Auto in den ersten Tagen also ruhig stehen und mach dir vom Verkehr erstmal zu Fuß ein Bild, dann geht’s hinterm Steuer gleich einfacher.

Landstraßen, Bergpässe & Pisten

Einfach mal eine Herde Kamele auf der Straße.

Außerhalb der Städte ist die Atmosphäre deutlich entspannter. Wenig Gegenverkehr, weite Landschaften, kaum Hektik. Auf den langen Fahrten zwischen Marrakesch, Ouarzazate, Merzouga, Fes und Co. begegnet dir teilweise kilometerlang kein anderes Auto.

Die Bergstraßen im Hohen Atlas sind kurvenreich und stellenweise eng, aber asphaltiert und mit einem normalen PKW gut machbar.

Was viele unterschätzen: Marokko ist flächenmäßig groß, und in Bergregionen gilt oft Tempo 60. Serpentinen und enge Kurven verlangsamen die Fahrt zusätzlich. Google Maps und Waze geben die Fahrzeiten zwar recht realistisch an, aber bei Etappen von 6–7 Stunden solltest du unbedingt Pausen einplanen und den Tag nicht zu knapp kalkulieren.

Nach Einbruch der Dunkelheit wird das Fahren auf den Landstraßen außerhalb der Städte nicht empfohlen. Kamele, Esel und Schafe laufen häufig unbeaufsichtigt auf der Straße und sind bei schlechter Beleuchtung kaum zu sehen. Das klingt nach einem Klischee, aber wir haben bei unserer Nachtfahrt erst im letzten Moment einen Eselkarren gesehen und uns ganz schön erschrocken.

Polizei- und Gendarmeriekontrollen

Sobald du Autofahren in Marokko googelst, wird dir wahrscheinlich eins sofort begegnen: der Punkt Polizeikontrollen. Und jep, das Thema ist real.
Auf manchen Strecken haben wir bis zu zehn Kontrollen auf wenige hundert Kilometer erlebt.

Insbesondere Tempolimits und Überholverbote werden streng kontrolliert, sodass du insbesondere auf Landstraßen, an Kreuzungen hinter Bergkuppen und Kurven auf viele Check Points stoßen wirst.

💡 Tipp: Die Navigationsapp Waze zeigt in Echtzeit viele der gemeldeten Polizeikontrollen und Blitzer. Außerdem ist es üblich, dass Fahrzeuge sich meist durch Lichthupe gegenseitig vor dem nächsten Kontroll-/Geschwindigkeitsmesspunkt warnen.

Ganz wichtig ist: An den Kontrollpunkten musst du in der Regel vollständig anhalten und abwarten, ob der Polizeibeamte dich durchwinkt oder anhält. Auch wenn viele Locals es nicht tun, stoppe wirklich vollständig und rolle nicht in Schrittgeschwindigkeit weiter. Gerade in ländlichen Gebieten nehmen es insbesondere die „Dorfpolizisten“ manchmal seeeeeeehr genau. Hat uns daher auch zweimal ein Bußgeld gekostet 😅

Sonst gilt bei Kontrollen wie überall auf der Welt: respektvoll und höflich bleiben und Führerschein, Pass und Fahrzeugpapiere bereithalten.
Die Beamten in Marokko waren immer freundlich und höflich und sprachen gutes Englisch.

Bußgelder bewegen sich zwischen 150 und 800 Dirham und werden immer bar vor Ort bezahlt. Kreditkarte geht nicht.

💡 Tipp: Wenn du ein Bußgeld kassierst, zeig nicht dein volles Portemonnaie. Wenn du scheinbar nicht ausreichend Bargeld dabei hast und etwas charmant bist, ist meist etwas „Verhandlungsspielraum“ drin. Ist natürlich keine Garantie, aber bei uns hat es jedes Mal mit dem Hinweis „First time Morocco“ und einem Lächeln funktioniert.

Navigation in Marokko

Google Maps funktioniert in Marokko gut und ist für die meisten Strecken zuverlässig. Aber wir haben schnell gemerkt, dass die App Waze für einen Marokko Roadtrip die bessere Wahl ist.

Waze zeigt in Echtzeit an, wo Polizeikontrollen und Blitzer gemeldet sind. Da du in Marokko häufig kontrolliert wirst, ist das ein echter Pluspunkt – nicht um Kontrollen zu umgehen, sondern um rechtzeitig die Geschwindigkeit anzupassen (😉) und vorbereitet zu sein.
Außerdem werden Schlaglöcher und Straßenschäden gemeldet, was auf manchen Strecken ebenfalls nützlich ist. Um die App zu nutzen, brauchst du jedoch eine Internetverbindung.

Als Offline-Backup können wir Organic Maps empfehlen. In der App kannst du dir von jedem Land Kartenmaterial offline herunterladen. Praktisch für Bergstrecken oder Abschnitte mit schwachem Signal. Organic Maps kennt zudem auch kleinere Straßen, Gassen und (Wander-)Wege, weswegen wir die App auch super gerne nutzen, wenn wir zu Fuß unterwegs sind.

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Tanken in Marokko

Die Tankstellendichte in Marokko ist gut und selbst auf den längeren Fahrten Richtung Wüste haben wir uns nie Gedanken machen müssen, ob wir es noch bis zur nächsten Gas Station schaffen.

Allerdings werden Kreditkarten nicht an allen Tankstellen zuverlässig akzeptiert, auch wenn manche ein entsprechendes Schild haben. Hab daher am besten immer genug Bargeld für eine Tankfüllung dabei. Das gilt besonders auf längeren Strecken und abseits der größeren Orte, da du hier oft nur kleinere Tankstellen findest, die nur Cash akzeptieren.

Benzin- und Dieselpreise lagen übrigens leicht unter deutschem Niveau. Für einen Liter Benzin haben wir im März/April 2026 rund 1,50 € gezahlt.

In Marokko ist es zudem üblich, dass ein Mitarbeiter für dich tankt – dieser freut sich natürlich über ein kleines Trinkgeld.

Maut in Marokko

Die Autobahnen in Marokko sind mautpflichtig. Die Gebühr wird dabei immer nach Strecke und Fahrzeugklasse berechnet. An der Auffahrt ziehst du ein Ticket und beim Abfahren bezahlst du den Betrag dann an einer Mautstation entweder in Bar oder mit Kreditkarte (nicht an allen Stationen möglich).

Auf langen Etappen kann dir die Autobahn ordentlich Zeit sparen, auf manchen Strecken macht es aber fast keinen Unterschied, ob man Autobahn oder Landstraße fährt.

Check also am besten immer mal bei Google Maps, ob die Maut sich lohnt, die Fahrt auf den Nebenstraßen ist landschaftlich eh meist schöner.

Wir haben auf unserer Reise die Autobahn nur auf der Etappe von den Ouzoud-Wasserfällen Richtung Tanger genutzt. Hat uns gute 2 Stunden Fahrzeit gespart und insgesamt ca. 13,20 € gekostet.

Raststätten und Kaffeepausen unterwegs

Espresso-Auto in Marokko.

An den Autobahnen sowie manchen großen Hauptverkehrsstraßen findest du in Marokko Raststätten, ähnlich wie bei uns, mit Restaurant, Fast-Food-Ketten, Toiletten und manchmal kleinen Supermärkten.

An den normalen Landstraßen gibt’s immer wieder Cafés und Restaurants, die sich für eine Pause anbieten.

Unser Highlight waren aber definitiv die kleinen Kaffeeautos an den Landstraßen.
Umgebaute VW Caddys & Co. mit einer Siebträgermaschine im Kofferraum, manchmal mit Sonnenschirm und ein paar Plastikstühlen davor. Gefühlt mussten wir einfach bei jedem Kaffeeauto anhalten, da frisch gebrühter Espresso, manchmal mit Blick auf eine Schlucht oder ein Palmental, geht einfach immer.
Diese spontanen Kaffeepausen am Straßenrand waren vielleicht insgeheim das Highlight unseres Marokko Roadtrips.

Parken in Marokko

In den Städten Marokkos sind die Altstädte (Medina) autofrei. Rund um die Stadtmauern findest du jedoch ausreichend ausgewiesene Parkplätze, die entweder offiziell oder durch „informelle“ Parkwächter (erkennst du an den Warnwesten, die sie tragen) bewacht werden.

Sofern die Parkkosten nicht offiziell ausgeschildert sind, wird für wenige Stunden meist ein Trinkgeld von 5–10 Dirham erwartet, der Tagespreis liegt üblicherweise zwischen 20 und 50 Dirham.

Für kürzere Wege innerhalb der Städte sind Petit Taxis eine praktische und günstige Alternative, die dir die Parkplatzsuche erspart.

💡 Tipp: Wir haben immer den Host unserer Unterkunft vorher per WhatsApp nach der besten Parkmöglichkeit und den gängigen Preisen gefragt. Meist wurden wir dann sogar von einem Mitarbeiter abgeholt, der uns den besten Weg zur Unterkunft durch die engen Gassen der Medina gezeigt hat.

In den kleineren Orten und an Sehenswürdigkeiten kannst du in Marokko manchmal kostenfrei oder ebenfalls gegen einen kleinen Obolus parken. Achte auf jeden Fall auf die Markierungen am Straßenrand. Ein rot-weißer Bordstein bedeutet absolutes Halt- und Parkverbot.

Und wie immer bei längeren Parkzeiten: Keine Wertsachen sichtbar im Auto lassen – das gilt in Marokko besonders vor den Medinas.

Packliste Marokko

Was gehört in den Rucksack für deine Marokko Reise? Hier gibt’s unsere komplette Packliste, mit vielen Tipps & nützlichen Gadgets.

FAQ: Häufige Fragen zum Mietwagen in Marokko

Nein, der ist nicht nötig. Der nationale EU-Führerschein reicht völlig aus. Wir wurden bei keiner einzigen Polizeikontrolle nach einem internationalen Führerschein gefragt.

Nicht grundsätzlich, aber anders als in Mitteleuropa. Stadtverkehr, besonders in Marrakesch, ist chaotisch und braucht etwas Eingewöhnungszeit. Auf Landstraßen und Highways ist es deutlich ruhiger. Rechne jedoch jederzeit – vor allem an unübersichtlichen Stellen – mit Überholmanövern. Nachtfahrten auf Landstraßen solltest du zudem lieber vermeiden.

Für eine normale Rundreise auf den Hauptstrecken reicht ein Kleinwagen völlig. Das gilt auch für die Strecke zur Sahara, die komplett asphaltiert ist. Einen 4×4 brauchst du nur, wenn du explizit Offroad-Pisten abseits der Asphaltstraßen einplanst.

Wir haben für unsere Rundreise ca. 17 €/Tag inkl. Vollkasko bezahlt. Je nach Reisezeit und Anbieter kann es günstiger oder auch teurer sein.

Wir haben über Check24* beim lokalen Vermieter Alma Car Hire gebucht und waren sehr zufrieden.

In der Regel zwischen 500–1.500 €, je nach Vermieter und Fahrzeugkategorie. Das ist für Marokko üblich. Denke unbedingt an eine echte Kreditkarte – Debitkarte und Prepaid werden meist nicht akzeptiert.

Bei größeren Tankstellenketten ja, aber auch das nicht immer zuverlässig. Kleinere Tankstellen akzeptieren oft nur Bargeld. Daher immer genug Bargeld für eine Tankfüllung dabei haben.

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