Blick vom Café auf Djemaa el Fna und Koutoubia Moschee in Marrakesch

Marokko Sehenswürdigkeiten • Unsere schönsten Highlights

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Wenn du an Marokko Sehenswürdigkeiten denkst, hast du wahrscheinlich Marrakesch im Kopf. Vielleicht noch die Sahara-Dünen oder die blaue Stadt Chefchaouen.
Aber Marokko ist so viel mehr als das: entspannte Surfer-Vibes an der Atlantikküste, eine Hafenstadt im Norden, die europäisches und arabisches Flair mixt wie kaum eine andere, eine Küstenstadt mit portugiesischem Charme, in der immer ein frischer Wind weht, und Landschaften zwischen den Orten, die uns manchmal mehr umgehauen haben als die Städte selbst.

Wir waren fast vier Wochen in Marokko und zeigen dir hier die schönsten Orte unserer Rundreise und welche Highlights sonst noch alles in deinem Marokko Urlaub auf dich warten.

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Marokko Sehenswürdigkeiten • Karte

Karte der Sehenswürdigkeiten in Marokko - Von der Sahara bis zum Atlantik
Karte der Marokko Sehenswürdigkeiten

Unsere Marokko Highlights auf einen Blick

Hier alle Stationen unserer Rundreise im Schnelldurchlauf – weiter unten bekommst du alle Details:

  • 🕌 Marrakesch – Djemaa el-Fna, Souks, Riads: das pulsierende Herz Marokkos
  • 💧 Ouzoud Wasserfälle – Nordafrikas höchste Wasserfälle, auch als Tagesausflug von Marrakesch
  • Tanger – Wo Europa auf Afrika trifft: Hafenstadt mit eigenem Flair
  • 🏔️ Chefchaouen – Die ikonische blaue Stadt im Rif-Gebirge
  • 🕌 Fes – Größte autofreie Medina der Welt und die berühmte Chouara-Gerberei
  • 🏜️ Merzouga & Erg Chebbi – Eine Nacht im Wüstencamp mitten in der Sahara
  • 🌄 Dades Schlucht – Grüne Berglandschaft, ruhiger als die bekannte Todra-Schlucht
  • 🏺 Ait Ben Haddou – UNESCO-Welterbe und Filmkulisse für GoT und Gladiator
  • 🌊 Essaouira – Atlantikküste mit portugiesischem Flair und entspannter Medina
  • 🏄 Tamraght – Kleines Surferdorf an der Atlantikküste, perfekt zum Entschleunigen

Marrakesch • Die rote Stadt

Blick vom Café auf den Djemaa el-Fna – der berühmte Hauptplatz von Marrakesch.

Marrakesch war unser Einstieg in Marokko und wir haben uns gleich verliebt. Die vielleicht bekannteste Stadt des Landes (die übrigens nicht die Hauptstadt Marokkos ist) eignet sich perfekt als erster oder letzter Stopp einer Rundreise: gute Flugverbindungen, viel zu entdecken, und man kommt sofort in Marokko-Stimmung.

Wunderschöne Gebäude, beeindruckende Moscheen und Paläste, bunte Märkte, bei denen man gar nicht weiß, wo man zuerst hingucken soll, verwinkelte Gassen, der berühmte Platz Djemaa el-Fna mit seinen Fruchtsaftständen und Streetfood – die Stadt hat einfach unglaublich viel zu bieten.

Hier einmal die Top-Sehenswürdigkeiten in Marrakesch auf einen Blick:

  • ⛲️ Djemaa el-Fna
    Der große, ehemalige Henkersplatz ist tagsüber schon belebt, aber abends verwandelt er sich in einen bunten, lebendigen Mix aus Schlangenbeschwörern, Akrobaten, Hennakünstlerinnen, Garküchen und Fruchtsaftständen. Auch wenn du dich auf eine kleine Reizüberflutung gefasst machen musst, solltest du definitiv einmal drüber gehen.
  • 🛍️ Souks & Medina
    In den verwinkelten Gassen der Souks von Marrakesch kann man sich wunderbar verlaufen – im schönsten Sinne. Holzhandwerk, Lederwaren, orientalische Gewürze, bunte Teppiche und Messinglampen – es gibt fast nichts, was du auf den bunten Märkten nicht entdecken kannst. Einfach treiben lassen, schauen, stöbern und beim Handeln nicht zu früh aufhören.
  • 🏛️ Ben-Youssef-Koranschule
    Die Medersa Ben Youssef ist absolut beeindruckend und gehört für uns zu den schönsten Marokko Sehenswürdigkeiten. Aufwendig verzierte Kachelwände, Stuckdecken und Holzverzierungen, umgeben einen kleinen Innenhof mit Brunnen.
    Unser Tipp: Möglichst früh morgens hin (ab Öffnung), damit du die Räume kurz für dich hast, bevor die ersten Reisegruppen ankommen.
  • 🌿 Bahia-Palast & Jardin Majorelle
    Der Bahia-Palast ist ebenfalls imposant, leider wurden bei unserem Besuch große Teile renoviert. Der Jardin Majorelle dagegen ist wunderschön, besonders wenn man irgendwann vom Stein-und-Gewürzgeruch der Medina eine grüne Auszeit braucht. Das dazugehörige Yves-Saint-Laurent-Museum ist interessant, wenn du dich für Modegeschichte interessierst.
  • 🕌 Koutoubia Moschee
    Auch wenn du als Nicht-Muslim sie nur von außen bewundern kannst, ist das Minarett (und damit das höchste Gebäude der Stadt) ein guter Orientierungspunkt. Besonders am späten Nachmittag lohnt es sich, einmal um das Wahrzeichen der Stadt zu laufen, wenn viele Einheimische zum Abendgebet eintreffen.

➡️ Beitrag: Marrakesch Sehenswürdigkeiten & Reisetipps (folgt)

Plane für deinen Besuch von Marrakesch am besten 2 volle Tage ein, um die wichtigsten Sehenswürdigkeiten zu erkunden. Falls du auf deiner Marokko-Route noch Zeit hast, ist ein dritter Tag zum einfach Umherschlendern, Shoppen und Aufsaugen der Stadt auch wirklich schön .

Erstbesuchern können wir raten, unbedingt in der Medina von Marrakesch zu übernachten. So bist du mittendrin im Geschehen und kannst alle Sehenswürdigkeiten zu Fuß erreichen.
Eine Nacht in einem Riad – einem traditionellen marokkanischen Stadthaus mit idyllischem Innenhof und Dachterrasse – rundet das Marrakesch Feeling perfekt ab. Wir können unser schönes Riad in Marrakesch* auf jeden Fall weiterempfehlen.

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Ouzoud Wasserfälle • Nordafrikas höchste Wasserfälle

Berberaffe vor den Ouzoud-Wasserfällen im marokkanischen Atlasgebirge – eines der beeindruckendsten Naturschauspiele Marokkos.

Die Ouzoud Wasserfälle liegen etwa drei Stunden von Marrakesch entfernt und sind mit 110 Metern die höchsten Wasserfälle Nordafrikas. Besonders am Nachmittag, wenn die Sonne die Kaskaden der Wasserfälle anleuchtet und sich mit Glück auch ein Regenbogen in dem rauschenden Wasser sehen lässt, ist es besonders schön. Die Landschaft drumherum ist grün und es gibt mehrere Wanderwege und schön angelegte Aussichtspunkte, von denen du die Wasserfälle aus verschiedenen Perspektiven sehen kannst.

Die Ouzoud Wasserfälle sind beliebtes Ziel für einen Tagesausflug von Marrakesch, weshalb es insgesamt hier sehr touristisch zugeht.

An den Wasserfällen leben zudem Berberaffen (Magoten), die dir bestimmt begegnen werden. Leider werden sie regelmäßig von Touristen und lokalen Guides mit Futter angelockt, was wir nicht so schön finden.

Wenn du genügend Zeit hast, ist ein Ausflug zu den Wasserfällen ein schönes Erlebnis, bei Zeitdruck kann man sie unserer Meinung nach aber auch skippen.

Tanger • Wo Europa auf Afrika trifft

Blick von Tanger über die Straße von Gibraltar auf die spanische Küste – Marokko und Europa auf einen Blick.

Tanger liegt im Norden Marokkos an der Straße von Gibraltar, zwischen Atlantik und Mittelmeer, und wird gerne als Tor von Europa nach Afrika bezeichnet. Durch die Lage ist Tanger seit Jahrhunderten wichtige Hafen- und Handelsstadt, war zwischenzeitlich sogar mal internationale Zone und hat daher schon immer Menschen aus aller Welt angelockt. Und diesen marokkanisch-europäischen Mix merkst du überall: in der Architektur, im Essen, in den Gesprächen auf der Straße (mal Arabisch, mal Französisch, mal Spanisch).

Die Medina ist deutlich kleiner und ruhiger als in Fes oder Marrakesch, aber gerade das macht das Schlendern angenehm und entspannt.

Klassische „Sehenswürdigkeiten“ im Sinne von prunkvollen Palästen oder großen Moscheen gibt es weniger, aber die Atmosphäre selbst ist das Highlight. Der Hafen, die endlos lange Uferpromenade, der Ausblick von der Festung der Stadt (Kasbah) auf die Meerenge.

💡 Tipp: Am Rande der Kasbah gibt es viele kleine Cafés, die Getränke auf Plastikstühlen an der alten Festungsmauer servieren. So kannst du den Ausblick auf den Hafen und mit Glück bis nach Spanien entspannt bei einem Minztee genießen.

Wenige Kilometer außerhalb der Stadt findest du zudem noch die bekannte Herkulesgrotte sowie das Cape Spartal. Das Kap markiert den nord-westlichsten Punkt Afrikas und vom Leuchtturm und den Klippen hast du einen schönen Ausblick auf den Atlantik und die Küste.

Chefchaouen • Die blaue Stadt im Rif-Gebirge

Ausblick von der Spanischen Moschee auf die blaue Stadt Chefchaouen im marokkanischen Rif-Gebirge.

Die berühmte blaue Stadt Marokkos ist einfach ein einziges Fotomotiv. Blaue Gassen, blaue Wände, blaue Treppen und bunte Blumentöpfe an der Wand. Hinter jeder Ecke versteckt sich einfach ein Postkartenmotiv.

Und genau deshalb muss man auch sagen: Chefchaouen ist touristisch. Sehr touristisch. An manchen Spots bilden sich Schlangen für das „perfekte“ Foto. An manchen Stellen wird für einen Schnappschuss sogar ein Trinkgeld erwartet. Das soll die Schönheit dieser Stadt natürlich nicht kleinreden – wir waren ja schließlich auch ein Teil der Touristenmassen – nur dass du vorgewarnt bist und nicht wie wir denkst, hier durch ein ruhiges und verschlafenes Bergdorf zu schlendern.

Solltest du die Zeit haben, in Chefchaouen zu übernachten, lass dir auf keinen Fall den Sonnenuntergang bei der Spanischen Moschee oberhalb der Stadt entgehen. Der gut ausgebaute Weg hoch dauert etwa 20–30 Minuten. Die Aussicht von dort auf die blau-weiße Stadt im Abendlicht ist einfach wunderbar. Komm am besten eine Stunde vor Sonnenuntergang, dann findest du auch noch ein gemütliches Plätzchen auf den Mauern.

💡 Wenn du weniger Zeit hast: Chefchaouen ist auch als Tagesausflug von Fes (ca. 3h) oder Tanger (ca. 1,5h) machbar. Mit einem Tagesausflug verpasst du zwar die Abend- und Morgenstimmung, aber den Kern der Stadt mit der blauen Medina siehst du trotzdem.

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Fes • Die älteste Medina der Welt

Fes ist die größte der Königstädte in Marokko. Die autofreie Medina, mit ihren tausenden verwinkelten Gassen, gehört zu den größten und ältesten der Welt und ist wie die anderen Königsstädte Marrakesch, Meknes und Rabat UNESCO-Welterbe.

In den engen, labyrinthartigen Gassen, die manchmal einfach in einer Sackgasse enden, wirst du dich bestimmt auf dem Weg zur nächsten Sehenswürdigkeit das eine oder andere Mal verlieren. Im Gegensatz zu Marrakesch kommt Google Maps in den schmalen Gängen schnell an seine Grenzen.

Auch wenn die Medina von Fes einfach riesig ist, hat es sich für uns trotzdem irgendwie heimelig angefühlt. Und auch die Souks, auf denen du auch ganz viel frisches Obst, Gemüse und andere Lebensmittel findest, haben wir als etwas weniger touristisch, als Marrakesch empfunden.

Unsere Fes Top-Highlights:

🎨 Chouara-Gerberei
Die ikonischen Farbbecken der Ledergerbereien, lassen sich am besten von den Dachterrassen der umliegenden Läden aus sehen. Minzzweig mitnehmen – der Geruch ist intensiv.
🕌 Madrasa Bou Inania
Eine der schönsten Koranschulen Marokkos, aufwendige Stuckverzierungen und Holzgalerien.
🪵 Fondouk el-Nejjarine
Die ehemalige Karawanserei (Herberge für reisende Kaufleute) ist heute Holzhandwerk-Museum. Alleine die Decken und der Innenhof sind den Besuch wert. Von der Dachterrasse hast du einen schönen Ausblick auf die Stadt.
🔨 Souk der Messinghändler
Gleich um die Ecke vom Fondouk el-Nejjarine entstehen hier die Objekte, die woanders als Souvenirs verkauft werden
🔵 Bab Bou Jeloud
Das bekannte blaue Stadttor ist der vielleicht schönste Einstieg in die Medina. Fun Fact: Das antik anmutende Wahrzeichen der Stadt, wurde erst 1913 von den Franzosen erbaut.

➡️ Beitrag: Fes Sehenswürdigkeiten & Reisetipps (folgt)

Auch in Fes können wir dir wieder nur empfehlen, am besten in der Medina zu übernachten, sodass du alle Highlights zu Fuß erreichen kannst. Wir hatten in Fes übrigens das schönste Riad (und das beeeeeeeeste Frühstück) unserer ganzen Reise und würden es sofort wieder buchen.

🏠 Unsere Unterkunft in Fes*

Tagesausflüge von Fes:
Wenn du in Fes bist, kannst du die Stadt auch gut mit einem Tagesausflug in die Königsstadt Meknes (ca. 1h) oder zu den römischen Ruinen von Volubilis (UNESCO, ebenfalls ca. 1h) kombinieren. Und natürlich ist auch Chefchaouen von Fes aus als Tagesausflug machbar (ca. 3h).

🔗 Tagestour zu den Ruinen von Volubilis, Mouly Idriss und Meknes*

Sahara Wüste • Merzouga & Erg Chebbi

Der Besuch in der Sahara war das absolute Highlight unserer gesamten Marokko Reise.

Das klingt vielleicht etwas nach Reiseblog-Klischee, aber es stimmt: Eine Nacht im Wüstencamp zu verbringen, den Sonnenuntergang über den orangefarbenen Dünen zu erleben, den Sternenhimmel über dir zu sehen, im Berberzelt zu schlafen und am nächsten Morgen beim Sonnenaufgang wieder auf den Dünen zu sitzen – das ist ein Erlebnis, das sich von allem anderen abhebt, was Marokko zu bieten hat.

Die Erg Chebbi Wüste bei Merzouga ist dabei einfacher zu erreichen als die Sandwüste Erg Chegaga und daher unser Tipp für Marokko Erstbesucher.

  • 🚗 Anreise
    Merzouga liegt ca. 7–8 Stunden von Fes und 9–10 Stunden von Marrakesch entfernt. Am besten erreichst du die Stadt mit dem Mietwagen oder im Rahmen einer geführten Tour.
  • ⏰ Wie lange?
    Eine Nacht in der Wüste reicht aus, eine zweite Nacht als Wetterpuffer (Wolken, Sandsturm) kann aber sinnvoll sein.
  • 🗓️ Beste Reisezeit?
    Die beste Reisezeit für einen Besuch in der Wüste ist der Frühling und der Herbst. Im Sommer wird es einfach extrem heiß (bis zu 50 Grad). Ein Besuch im Winter ist machbar, jedoch sind die Nächte in der Wüste dann sehr kalt.
    Die kompletten Infos zur besten Reisezeit für deinen Marokko Urlaub findest du hier:
    ➡️ Marokko • Beste Reisezeit
  • ⛺️Wüstencamp Die Camps variieren stark in Qualität und Preis. Es gibt einfache Berberzelte und luxuriöse Glamping-Setups. Aktivitäten wie Quad-Touren, Sandboarding, Kamelreiten (bitte nicht machen) oder Jeepfahrten sind je nach Angebot entweder inklusive oder gegen Aufpreis buchbar.
  • 🏠 Alternative zum Zelt
    Möchtest du nicht in einem Zelt schlafen, findest du in Merzouga auch viele Hotels und Herbergen, teilweise sogar mit Pool, welche nur fußläufig von den Sanddünen entfernt liegen. Wüstenaktivitäten kannst du auch spontan noch im Ort buchen.
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Dades Schlucht & Todra Schlucht

Auf dem Weg zwischen Marrakesch und Merzouga kreuzt du das Atlasgebirge, welches sich durch Marokko zieht. Hier liegen zwei beeindruckende Canyons, bei denen sich ein Stopp auf deinem Weg lohnt.

Die Todra-Schlucht nahe der Stadt Tinghir ist eindrucksvoll – eine enge, senkrechte Felsformation, durch die ein kleiner Fluss läuft. Allerdings ist die Schlucht noch so breit, dass die großen Reisebusse direkt bis in die Schlucht reinfahren können. Dadurch ist die Todra-Schlucht die touristischere von beiden und das Gefühl von Wildheit geht ein bisschen verloren. Entlang der Straße wirst du dafür an vielen alten Lehmdörfern und Palmenoasen vorbeikommen. Rund um die Todra Schlucht findest du zudem viele schöne Wanderwege.

💡 Tipp: Komm am besten gleich morgens oder am späten Nachmittag, bevor die Reisegruppen auf ihrem Weg in die Wüste hier stoppen.

Die Dades-Schlucht ist grüner, weitläufiger, und am Ende deutlich enger. Große Busse können nicht bis in die Schlucht fahren, mit dem Mietwagen aber kein Problem. Dadurch ist die Schlucht weit weniger überlaufen. Die schmale Schlucht mit den steilen Felswänden ist wirklich beeindruckend, und die Straße in die Schlucht hoch (bekannt als „Straße der tausend Kasbahs“) schlängelt sich vorbei an Berberfeldern, Oasendörfern und surrealen Felsformationen. Besonderes Highlight ist besonders die enge Serpentinenstraße, auf die du vom Aussichtspunkt einen wirklich coolen Ausblick hast.

Wir haben eine Nacht in einer kleinen Unterkunft* direkt in der Dades Schlucht verbracht und konnten von der Dachterrasse den Blick auf den Fluss und die verrückten Felsformationen genießen.

Beide Schluchten sind einen Abstecher wert, wenn du aber nur Zeit für einen der beiden Canyons hast, würden wir klar zur Dades raten.

Mietwagen für deine Marokko-Reise

Die Sahara und die Berge erlebst du am besten mit dem eigenen Mietwagen. Wir buchen unsere Wagen immer über CHECK24. Dort kannst du Preise vergleichen und direkt das passende Auto für deine Route finden.

Ait Ben Haddou • UNESCO-Welterbe und Filmkulisse

Auch wenn du den Namen noch nie gehört hast, kennst du Ait Ben Haddou wahrscheinlich. Die Lehmfestung auf einem Hügel hat als Filmkulisse u.a. für „Gladiator“, „Game of Thrones“ und „Lawrence von Arabien“ gedient.

Die Ksar (Lehmfestungs-Anlage), die zum UNESCO-Welterbe gehört, erstreckt sich über einen Hügel, den man zu Fuß hochläuft. Oben angelangt hast du einen weiten Blick über die Flussebene, die umgebene Landschaft und die noch bewohnte Seite am anderen Ufer. In der Lehmfestung selbst gibt es tatsächlich nur noch ein paar sehr wenige Familien, die hier leben.

Besonders an der Stadt ist die Bauweise aus einem Lehm-Stroh-Gemisch. Die dicken Wände schützen gegen die Hitze des Sommers und die Kühle im Winter.

Komm am besten gleich am frühen Vormittag oder späten Nachmittag. Tagsüber kann es in der Stadt mit Tagestouristen aus Marrakesch recht voll werden. Einen schönen Ausblick auf die gesamte Festung hast du übrigens vom gegenüberliegenden Hügel (📍 Google Maps).

Falls du dich für Filme interessierst, findest du in der nahegelegenen Stadt Ouarzazate (ca. 30 Minuten Fahrt) übrigens die Atlas Film Studios, in denen du durch die Kulissen u.a. von Asterix & Obelix, Prince of Persia und Co. laufen kannst.

🔗 Tagestour von Marrakesch nach Ait Ben Haddou & Atlas Film Studios*

Essaouira • Atlantikküste mit portugiesischem Charme

Blick vom Hafen auf die Stadtmauer von Essaouira – historische Küstenstadt an der marokkanischen Atlantikküste.

Auch wenn wir leider nur einen vollen Tag für die Stadt hatten, war Essaouira für uns eine der schönsten Städte Marokkos.

Die Küstenstadt hat eine ganz andere Energie als Marrakesch oder Fes im Landesinneren. Die Altstadt ist weiß-blau gestrichen, die Stadtmauer grenzt direkt an den rauen Atlantik, beim Besuch der Souks weht dir immer eine Meeresbrise um die Nase und im Fischerhafen ist immer was los. Essaouiras Medina ist klein, wenig verwinkelt und entspannt, und schon nach wenigen Stunden, findest du dich auch ohne Google Maps in den Gassen zurecht.

Am Abend lohnt sich ein Gang über den Platz Moulay Hassan, der zwischen Hafen und Medina liegt. Dann treten hier Straßenkünstler und Musiker auf, Händler verkaufen Popcorn, Zuckerwatte und gegarte Kichererbsen, und du kannst entspannt den Sonnenuntergang über dem Meer genießen.

In der Stadt herrscht übrigens an den meisten Tagen des Jahres ein kräftiger Wind. Vielleicht nicht perfekt für einen Strandurlaub, dafür kannst du vom Stadt-Strand aus viele Kitesurfer beobachten.

💡 Tipp: Essaouira liegt nur rund 3 Stunden von Marrakesch entfernt und ist einfach mit öffentlichen Verkehrsmitteln zu erreichen, was die beiden marokkanischen Städte zu einer perfekten Kombi für den Marokko Urlaub macht.

🚌 Bus von/nach Essaouira buchen*
🚗 GetYourGuide: Privater Transfer nach Essaouira*

Atlantikküste: Tamraght, Taghazout & Co.

Nach den Souks in den Städten, den Bergen des Atlasgebirges und den Dünen der Sahara ist ein Abstecher an die Atlantikküste mit den rauen, kilometerlangen Stränden ein geniales Kontrastprogramm. Entlang der Küste bieten sich einige Orte als Base an, daher hier einmal der Überblick von Nord nach Süd:

  • 🌊 Imsouane
    Kleines Fischerdorf, bekannt für eine der längsten Wellen Afrikas – der ruhigste und ursprünglichste der Küstenorte. Perfekt für alle, die wirklich abschalten wollen.
  • 🏄 Taghazout
    Der bekannteste Surf-Spot der Küste – mehr Infrastruktur, mehr Restaurants, mehr Betrieb. Gut erschlossen, aber auch spürbar touristischer.
  • 🌴 Tamraght
    Direkt neben Taghazout, aber deutlich entspannter. Staubige Straßen, Dachterrassenvibes, eine lockere Digitale-Nomaden-Szene – unser absoluter Favorit.
  • 🏖️ Agadir
    Die große Strandstadt der Region – modern, gut ausgebaut mit vielen schönen Resorts und familienfreundlich. Wenig Medina-Flair, dafür langer Sandstrand und gute Anbindung durch den Flughafen.
  • Sidi Ifni
    Der Geheimtipp weiter im Süden. Kleine spanische Kolonialstadt, traumhafte Bucht, wenig Touristen. Etwas abseits der üblichen Route.

Wir selbst haben sechs Nächte in Tamraght verbracht und das kleine, entspannte Surferdorf mit staubigen Straßen und einer entspannten Digitalen-Nomaden-Szene absolut geliebt. Die Wellen vor Ort sind gut für Anfänger und Fortgeschrittene, Surfstunden gibt es an jeder Ecke.

🔗 Surfstunde in Tamraght auf GetYourGuide*

Auch unser Apartment mit eigener Dachterrasse und Meerblick in Tamraght war ein echter Glücksgriff. Alle Unterkünfte unserer Marokko Rundreise findest du mit Bildern und ehrlichen Eindrücken hier:

➡️ Marokko • Unterkünfte einer Rundreise

Weitere Sehenswürdigkeiten in Marokko

Unsere Marokko Reise gut gefüllt, aber Marokko hat so viele Sehenswürdigkeiten zu bieten, dass selbst vier Wochen nicht für alles reichen. Es gibt noch ein paar Orte, die wir selbst nicht besucht haben, die aber für deinen Urlaub interessant sein könnten – je nach Interesse und Zeit.

Rabat

Rabat liegt an der Atlantikküste und ist gleichzeitig Marokkos Hauptstadt. Die Stadt ist moderner, entspannter und weniger auf Tourismus ausgerichtet als Fes oder Marrakesch.

Sehenswert sind der Hassan-Turm (ein unvollendetes Minarett aus dem 12. Jahrhundert), die Kasbah der Udayas direkt am Meer, und die Chellah-Nekropole, ein verfallener Komplex aus römischer und islamischer Geschichte.

Rabat bietet sich auch als guter Zwischenstopp auf der Nordrunde zwischen Marrakesch und Tanger/Fes an.

Agadir

Agadir ist ein moderner Strandort, der nach einem schweren Erdbeben 1960 praktisch neu aufgebaut wurde. Das bedeutet: weniger Altstadt-Flair, dafür eine große Auswahl an Hotels, langer Sandstrand und eine schöne Promenade. Durch die gute Fluganbindung nach Deutschland und die vielen Sonnenstunden im Jahr, ist Agadir für klassischen Badeurlaub in Marokko die naheliegendste Option.

Wenn du es etwas ruhiger haben oder surfen willst: Agadir liegt direkt neben Tamraght und Taghazout.

Paradise Valley

Knapp 40 Kilometer nordöstlich von Agadir liegt das Paradise Valley – eine (wie der Name schon vermuten lässt) paradiesische Schlucht mit natürlichen Felsenbecken, Palmen und türkisblauem Wasser, die vor allem im Frühling richtig schön sein soll. Kein Wunder, dass es ein beliebter Tagesausflug von Agadir, Taghazout und Tamraght ist.

Wir selbst haben es leider nicht geschafft, aber wenn du ein paar Tage an der Atlantikküste verbringst, solltest du es zumindest auf dem Schirm haben.

Draa-Tal

Das Draa-Tal verläuft südlich von Ouarzazate bis fast an die Grenze zu Algerien. Eine Oasenlandschaft mit Palmenhöfen, kleinen Berberdörfern und Kasbahs, die man auf langen Mietwagenfahrten entdeckt.

Wenig touristisch und deshalb für alle interessant, die abseits der Hauptroute fahren wollen. Der Besuch lässt sich gut mit der Fahrt in Richtung Merzouga verbinden.

Anti-Atlas

Der Anti-Atlas ist kaum erschlossen und dich erwarten weite Berglandschaften und wenig Touristen.

Zentrum ist Tafraoute, bekannt für seine Mandelblüte im Februar und die bunten Felsformationen drumherum. Wer wirklich abseits der Touristenpfade unterwegs sein möchte und dafür einen Mietwagen hat, dem kann der Anti-Atlas ein außergewöhnliches Erlebnis sein.

FAQ • Marokko Sehenswürdigkeiten

Wenn wir eine Handvoll Highlights in Marokko beschränken müssten: eine der Königsstädte Marrakesch oder Fes, Merzouga/Sahara, Ait Ben Haddou und Essaouira.

Für eine sinnvolle Rundreise mit den schönsten Highlights solltest du mindestens 10–14 Tage einplanen. Marokko ist groß und die Fahrwege sind nicht zu unterschätzen. Drei Wochen sind ideal für eine große Marokko Rundreise, mit ein paar entspannten Tagen an der Küste zum Schluss. Hier findest du alle Tipps und Vorschläge für deine Marokko Route.

Ja. Eindeutig ja. Die Stadt ist schön, die Atmosphäre – besonders früh morgens und abends – ist besonders. Wer eine Nacht bleibt, statt nur einen Tagesausflug zu machen, erlebt Chefchaouen von seiner besten Seite. Erwarte jedoch einfach nur kein untouristisches Bergdorf.

Ja, das ist problemlos möglich. Ait Ben Haddou liegt nur 30 Minuten von Ouarzazate und rund 3 Stunden von Marrakesch entfernt und ist als Tagesausflug machbar. Wenn du aber die Abendstimmung erleben möchtest – wenn das Licht golden wird und die Tagesbesucher weg sind – solltest du eine Nacht einplanen.

Die großen Städte (Marrakesch, Fes, Rabat, Chefchaouen, Tanger, Essaouira) sind per Zug, Bus oder Shared Taxi gut erreichbar. Auch die Küstenorte am Atlantik sind mit Bus und Shared Taxi gut vernetzt. Für Merzouga, Ait Ben Haddou, die Schluchtenregionen und den Anti-Atlas brauchst du entweder einen eigenen Mietwagen oder musst auf geführte Touren setzen. Das beste Mietwagenangebot für Marokko haben wir auf Check24* gefunden.

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